Bei der Barhufbearbeitung wird der Huf so gepflegt und bearbeitet, dass seine natürliche Funktion erhalten und unterstützt wird – unabhängig davon. Ziel ist ein tragfähiger, gut ausbalancierter Huf, der Bewegung ermöglicht, ohne unnötige Belastungen für Gelenke, Sehnen und Muskulatur zu erzeugen.
Im Mittelpunkt steht nicht eine bestimmte Methode, sondern der einzelne Huf mit seiner Form, seinem Hornwachstum und der Art, wie sich das Pferd bewegt. Eine fachgerechte Barhufbearbeitung berücksichtigt diese Faktoren und passt sich den individuellen Voraussetzungen des Pferdes an.
Für welche Pferde Barhufbearbeitung geeignet ist
Viele Pferde, Ponys, Mulis und Esel können dauerhaft barhuf laufen, wenn Haltung, Nutzung und Hufbeschaffenheit dies zulassen. Dazu zählen unter anderem:
- Freizeitpferde
- Jungpferde
- Pferde mit moderater sportlicher Nutzung
Auch Sportpferde können barhuf versorgt werden, sofern die Beanspruchung und der Untergrund dies erlauben. Bei Pferden, die von einem Beschlag auf barhuf umgestellt werden, ist eine sorgfältige Begleitung besonders wichtig. In solchen Fällen benötigt der Huf Zeit, um sich anzupassen und Hornqualität sowie Belastbarkeit schrittweise aufzubauen.
Ob Barhuf für ein Pferd sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern nur im Zusammenspiel aus Nutzung, Haltung und individueller Hufsituation beurteilen.
Vorgehensweise bei der Barhufbearbeitung
Zu Beginn jeder Bearbeitung steht die Betrachtung des Pferdes im Stand und in der Bewegung. Dabei werden unter anderem folgende Punkte berücksichtigt:
- Hufstellung und Form
- Abnutzung und Belastungspunkte
- Gangbild und Abrollverhalten
Die eigentliche Bearbeitung erfolgt individuell und angepasst an den jeweiligen Huf. Ziel ist eine ausgewogene Balance sowie ein funktionelles Abrollen, das den Hufmechanismus unterstützt.
Regelmäßige Bearbeitungsintervalle sind ein wichtiger Bestandteil der Barhufversorgung. Sie helfen dabei, Fehlbelastungen frühzeitig zu erkennen und den Huf kontinuierlich in seiner Entwicklung zu begleiten.
Grenzen der Barhufbearbeitung
Nicht jedes Pferd kann unter allen Bedingungen barhuf laufen. Es gibt Situationen, in denen zusätzlicher Schutz oder Unterstützung erforderlich sein kann, zum Beispiel bei:
- empfindlichen Sohlen
- bestimmten Erkrankungen des Hufs
- hoher Beanspruchung auf anspruchsvollen Untergründen
In solchen Fällen kann ein Alternativbeschlag oder eine andere Form der Hufversorgung sinnvoller sein. Eine verantwortungsvolle Barhufbearbeitung schließt diese Optionen nicht aus, sondern bezieht sie bei Bedarf bewusst in die Entscheidung mit ein.
Mobiler Einsatz in Sachsen und angrenzenden Bundesländern
Die Barhufbearbeitung erfolgt mobil direkt am Stall. Der Einsatzbereich umfasst Sachsen sowie Einsätze in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen. Touren werden entsprechend geplant. So bleibt das Pferd in seiner gewohnten Umgebung, was eine ruhige und stressarme Bearbeitung ermöglicht.